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Start Das Projekt

Rat und Tat für Bedürftige und Obdachlose

Rat und Tat für Bedürftige und Obdachlose

Information über den Projektträger:
Träger des Projektes "Rat und Tat für Bedürftige und Obdachlose" ist das Projekt LebensWert gemeinnützige GmbH. Das Projekt LebensWert wurde 2007 von Pater Tobias gegründet und hat sich mittlerweile als feste Beratungsinstanz in Duisburg etabliert. Neben der allgemeinen Sozialberatung deckt das Projekt ein breites Spektrum von Hilfsangeboten ab. Von Amtsbegleitungen über Deutschkurse und Bewerbungstrainings bis hin zur professionellen Seelsorge reicht das Angebot, welches auf dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe beruht. Die beiden SozialarbeiterInnen arbeiten als eine Art Sozialcoach, um Hilfesuchenden den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Projekthintergrund:

Die Arbeitslosenquote in der kreisfreien Stadt Duisburg betrug im Juni 2012 12,8%. Damit liegt der Kreis über dem Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalen von 8% und über dem Bundesdurchschnitt von 6,6%. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im Juni leicht auf  2.899 Personen, was einen Anstieg um 22 Personen oder um 0,8 % zum Mai 2012 bedeutet. Gegenüber dem Juni 2011  sank aber die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen um 69 oder um 2,3 %. Die Armutsquote in Deutschland liegt bei etwa 14 %. Es lassen sich allerdings Gruppen mit einem höheren Armutsrisiko und einer entsprechend höheren Armutsquote identifizieren: beispielsweise Jugendliche, wo jeder siebte deutsche Jugendliche  arm ist. Jugendliche sind des Weiteren im Vergleich zur Gesamtbevölkerung besonders häufig betroffen – mit einer Armutsquote von 19 % (siehe gesondertes Projekt "Jugendarbeitslosigkeit verhindern", initiiert von Pater Tobias).

Mehr als ein Viertel der unter 15-Jährigen in Duisburg leben von Sozialgeld. Das sind knapp 19.000 Kinder. Immer mehr Senioren müssen ihre Rente durch Mini-Jobs aufbessern, weil die Altersarmut steigt. Zur Zeit liegt der Anteil derjenigen, die im Alter von der Grundsicherung abhängig sind, in Duisburg bei zwei bis drei Prozent. Experten rechnen nach Angaben des Sozialverbandes VdK damit, dass es in zehn Jahren etwa 20 Prozent der Menschen über 65 sein werden. Am stärksten sind betroffen: alleinerziehende Frauen, die zunächst wegen der Kinderbetreuung und später wegen der Pflege von Angehörigen keine ausreichende Rente bekommen.

Projektbeschreibung:

Schnelle und unkomplizierte Soforthilfe – das ist das Projekt LebensWert. Der Mensch als Individuum mit all seinen Bedürfnissen, Nöten, Ängsten und Sorgen steht bei uns im Vordergrund und bekommt Rat und Tat in allen Lebenslagen. Unabhängig von Nationalität, Herkunft und Religion.
Das konkrete Leistungsspektrum umfasst neben der allgemeinen Sozialberatung vor allen Dingen Bereiche wie Amtsbegleitungen, professionelle Seelsorge bis zur konkreten Beratung. Vorhandene Not und Armut zu lindern sind uns ein großes Anliegen, dennoch ist es unser vorrangiges Ziel, durch Motivation und aktive Unterstützung Menschen wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Erwerbsarbeit und folglich der gezahlte Lohn stellt nicht nur sicher, dass Menschen nicht in Armut leben müssen, sondern hat auch positive psychologische und physiologische Effekte. Neben den Sozialkontakten erleben viele Menschen seit langem wieder, dass sie gebraucht werden und etwas Sinnvolles verrichten können. Die aufsuchende Sozialarbeit nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein und die Arbeit orientiert sich an dem Leitbild, welches schon im Namen steckt - jeder Mensch hat für uns Wert und ist es wert auf einem Weg zurück in ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben begleitet zu werden. Fördern und fordern ohne zu überfordern ist die Maxime nach der wir handeln. Dabei wollen wir immer nah am Menschen sein! Unsere Azubis haben das ganze Jahr damit zu tun verschiedene Events zu organisieren. Sei es das internationale Straßenfest, bei dem die Integration und der Dialog der Kulturen im Vordergrund steht, die lebendige Krippe, bei der christliche Werte zurück in die Gesellschaft gebracht werden sollen oder die innovative Verknüpfung von Gottesdienst und Rockmusik, um Jugendlichen Alternativen aufzuzeigen.

Der Bedarf an Beratung ist weiterhin enorm und die Nachfrage steigt. Andere Wohlfahrtsverbände gehen dazu über, uns Fälle zu vermitteln, bei denen sie nicht weiterkommen oder bei denen der Zeitaufwand zu groß ist. AWO und Caritas haben beispielsweise nicht die Möglichkeit Klienten zu Ämtern zu begleiten oder andere Außentermine wahrzunehmen, da die Stellen dort meist auf Stundenbasis, als Honorarkraft oder als halbe Stelle angelegt sind und die Ressourcen für eine nachgehende Sozialarbeit fehlen. Eine umfassende ganzheitliche Beratung ist aber immens wichtig, damit das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe greift und die Klienten wieder selbstbestimmt Leben können und ein Stück weit Lebensqualität zurückerlangen. Dies ist oftmals ein langer Prozess, indem Alltagsstrukturen neu gelernt und gefestigt werden müssen und aus diesem Grund ist eine nachgehende und wenn erforderlich stetig begleitende Sozialarbeit erforderlich, ohne jedoch den Klienten die Wege die sie gehen müssen, vollkommen abzunehmen. Eher werden die Wege gemeinsam bestritten, bis sich die Hilfebedürftigen zutrauen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Unser großer Vorteil ist, dass wir bei der Ausgestaltung der täglichen Arbeitszeit sehr flexibel und nicht an das Büro gebunden sind. Wir können überall dort helfen, wo gerade Hilfe benötigt wird und durch unser Netzwerk an Ehrenamtlichen können wir beispielsweise auch Umzüge für Bedürftige organisieren, wenn dies von Nöten ist. Es kommt immer häufiger vor, dass Wohnungen in einem so schlechten Zustand sind, dass diese schon als gesundheitsschädlich eingestuft werden, wenn beispielsweise Schimmel in größerem Ausmaß vorhanden ist.

Der statistische Mittelwert der Klientenkontakte pro Arbeitstag liegt aktuell bei 3,3. Je nach Problemlage gestaltet sich auch der Arbeitsaufwand und oftmals ist eine telefonische Beratung schwieriger als die persönliche Beratung, denn die Klienten sind am Telefon sehr unsortiert und mehrmaliges Nachfragen und Erfragen der eigentlichen Problemlage machen diese Art der Beratung zu einem zeitintensiven Unterfangen und meistens sind persönliche Gespräche danach trotzdem noch notwendig um konstruktiv arbeiten zu können.

In den 5 Jahren seit Bestehen des Projektes hat sich eine Routine bei der Arbeitsweise entwickelt, so dass wir auf ‚Standard-Probleme‘ relativ schnell, gezielt und effektiv reagieren können, da sich diese Probleme immer wiederholen und die Vorgehensweisen die gleichen sind. Das erleichtert uns die Arbeit mit den Klienten enorm, da wir ressourcenorientiert und trotzdem gewissenhaft arbeiten können. Zudem sind bieten wir schnelle und unkomplizierte Soforthilfe und gehen manchmal auch unkonventionelle Wege um ans Ziel zu kommen – dem Wohl des Hilfebedürftigen.

Innerhalb von 5 Jahren haben wir uns als feste Beratungsinstanz im Duisburger Norden etabliert und haben nach und nach ein Projekt mit gefestigten Strukturen aufgebaut, ohne dabei zu vergessen, dass Fortschritt nur durch Bewegung zu erreichen ist und Stillstand ein Projekt zum Scheitern bringt. Deshalb wurden und werden weiterhin neue Ideen geschmiedet, erprobt, verworfen oder umgesetzt. Das neueste Projekt im Projekt „Jugendarbeitslosigkeit verhindern“ ist erfreulicherweise soweit, dass wir damit starten können und uns damit einem Kernproblem der heutigen Zeit annehmen. Mit dem Projekt „KiPa“, welches in den Startlöchern steht soll mittels Patenschaften für arme Kinder sichergestellt werden, dass die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht untergehen und sich trotz wenig Geld sportlich oder musikalisch betätigen können und sozial integriert aufwachsen. 1825 Tage im Dienste der Armen und Bedürftigen, wir helfen denen, die sich nicht selbst helfen können: Obdachlosen, Kindern, Familien, Suchtkranken und alte Menschen.

Eine Mobile Beratung findet immer montags (11-13 Uhr) und freitags (11-13 Uhr) im Fußläufigen Bereich der Holtener Str. / Ecke Lehrerstr. statt.

Ziel des Projektes:

Jedem bedürftigen Menschen, der sich an uns wendet, Halt in seiner persönlichen Lage zu geben. Ihn auf seinem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Wir wollen Halt sein, für Menschen, die ohne Halt sind.

Bankverbindung des Projektträgers:
Bank im Bistum Essen
Gildehofstraße 2
45127 Essen
Bankleitzahl: 36060295
BIC-Code: GENODED1BBE
IBAN: DE 57360602950010766010
Kontonummer: 10766010

Kontoinhaber: Projekt LebensWert

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